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Über Tunesien
Zum ersten Mal seit dem Aufstand des Arabischen Frühlings, der zum Sturz von Präsident Zine El Abidine Ben Ali führte, wird die tunesische Fußballnationalmannschaft unter einem demokratischen Staat spielen und diesen vertreten. Natürlich bleibt abzuwarten, ob und wie sich dies auf den Fußball auswirken wird, aber die Stimmung in Tunesien ist gut. Für eine afrikanische Nationalmannschaft, die international relativ erfolgreich ist, sind die tunesischen Spieler in den großen europäischen Ligen kein Begriff. Tatsächlich besteht die Nationalmannschaft hauptsächlich aus Spielern der tunesischen Ligue Proffessionnelle 1 und einigen wenigen, die in der französischen Ligue 1, in Katar und Saudi-Arabien spielen.
Tunesien feierte seine Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1956 und nahm kurz darauf an afrikanischen Wettbewerben teil. Das erste Mal qualifizierte sich das Land für die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Sie schlug Mexiko mit 3:1 und war damit die erste afrikanische Nationalmannschaft, die bei einer Weltmeisterschaft einen Sieg errang. Gegen Westdeutschland gab es ein 0:0-Unentschieden und gegen Polen eine 0:1-Niederlage.
Erst 1998 in Frankreich qualifizierte sich die Mannschaft wieder für eine Weltmeisterschaft und nahm danach zweimal hintereinander teil. Dazwischen krönte sich die Mannschaft zum Meister des Afrikanischen Nationen-Pokals 2004, ein Turnier, das sie ausrichtete.
Einer der größten tunesischen Stars aller Zeiten ist Adel Sellimi, der zusammen mit seinen Landsleuten Zoubeir Baya und Mehdi Benslimane unter anderem für den FC Nantes, Real Jaen in der zweiten spanischen Liga und Freiburg spielte. Sellimi steht mit 20 Toren in 78 Länderspielen zwischen 1991 und 2002 auf Platz 3 der tunesischen Torschützenliste.
Die tunesische Fußballnationalmannschaft trägt den Spitznamen "Die Adler von Karthago", nach dem Namen des Reiches, das vor fast 10.000 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Tunesien lag.
Zu den früheren berühmten Trainern der tunesischen Nationalmannschaft gehören die Franzosen Henri Michel und Roger Lemerre, der Niederländer Ruud Krul und der Belgier Georges Leekens, doch keiner von ihnen konnte die Mannschaft zu einem großen Turnier führen.
Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Stade Olympique de Rades aus, das eine Kapazität von 60.000 Plätzen hat.
Der beste tunesische Torschütze aller Zeiten ist Issam Jemaa, der zwischen 2005 und 2014 in 83 Spielen 36 Tore erzielte.
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